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animiertes-pfeile-bild-0092   Termine:   10. Juni bis 22. Juni 2018     (onroad)
                    8. Juli bis 20. Juli 2018        (onroad)

Nationalparks in Montenegro 2018

Bosnien-Herzegowina und Weltkulturerbe Mostar

Liebe Tourenfahrerin, lieber Tourenfahrer!
ich bedanke mich für das Interesse an der von mir angebotenen Reise. Als Motorradfreundin und begeisterte Tourenfahrerin möchte ich die für uns unbekannten Nationalparks in Montenegro und Bosnien-Herzegowina vorstellen.

Die Reise führt uns zunächst durch Slowenien und Kroatien nach Bosnien-Herzegowina. Das Land, mit knapp vier Millionen Einwohnern, ist vorwiegend durch seine Mittelgebirgslandschaft geprägt. Im östlichen Landesteil Bosnien herrscht kontinentales Klima (Olympische Winterspiele 1984), der westliche Landesteil, die Herzegowina, hat mediterranes Klima. Bosnien-Herzegowina besitzt drei Nationalparks (Kozara, Sutjeska, Una).

Offizielle Währung ist die konvertible Mark, die Nachfolgerin der D-Mark
(1 KM = 100 Fening, 1 Euro = 1,96 KM).

Von Nord nach Süd durchqueren wir Landschaften in unvergleichbarer Vielfalt mit kroatischen, bosnischen, serbischen und montenegrinischen Einwohnern, denen eines gemeinsam ist: Ihre Gastfreundschaft gegenüber Motorradtouristen. Desweiteren durchreisen wir die einsame Bergwelt Montenegros.
Ein weiteres Ziel ist die Adriaküste mit dem Städtchen Kotor.

Der Schwerpunkt dieser Reise liegt in Montenegro. Das kleine Land grenzt an Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo und Albanien. Es ist waldreich, gebirgig und besitzt sechs Nationalparks (Biogradska Gora, Durmitor, Lovcen, Orjen, Prokletije, Skardarsko Jezero).
Mit 600.000 Einwohnern, davon leben ca. 140.000 in der Hauptstadt Podgorica, ist das Land sehr dünn besiedelt. Zwischen Kroatien und Albanien erstreckt sich der Adria-Küstenabschnitt. Seit 2006 ist Montenegro eigenständig, seitdem ist dort der Euro offizielles Zahlungsmittel.
Montenegro verzaubert uns mit traumhaften Pass-Straßen, Hochgebirge, üppiger Natur, Pflanzenvielfalt, bunten Schmetterlingen und nicht zuletzt mit seiner würzigen Balkanküche.
Die Rückreise führt uns nach Mostar, UNESCO-Weltkulturerbestadt, mit der berühmten Brücke Stari Most. Bosnien-Herzegowina grenzt an Serbien, Montenegro und Kroatien.

 

Tourenbeschreibung

1. Tag (ca. 440 km)
Unser Treffpunkt ist München-Ost oder Bernau am Chiemsee. Gegenseitiges Kennenlernen und "Einfahren". Wir erreichen unser Tagesziel bei Ljubljana (Oberkrain, Slowenien) überwiegend auf Landstraßen und kurzen Autobahnabschnitten in Österreich. Wir fahren über den Katschbergpass (1641 m). Einreise nach Slowenien über den Loiblpass (1367 m).

2. Tag (ca. 290 km)
Über kurvenreiche Straßen mit häufig wechselndem Straßenbelag arbeiten wir uns Richtung Kroatien und Westbosnien vor. Auf dieser Strecke ist schnelles Fahren nicht möglich.
Gefühlte 250 km Kurven begleiten uns heute in traumhafter Landschaft. Die letzten 40 km zum Hotel geht es zügig voran. Abendessen in einem bosnischen Traditionsrestaurant.


3. Tag (ca. 310 km)
Wir verlassen unser Hotel und nach ca. 25 Minuten erreichen wir den Nationalpark Una. Kaffeepause am Fluß Una. Ein kleiner Wasserfall und eine Ruine geben uns einen schönen Ausblick. Zurück zur Hauptstraße geht es über eine Hochebene zügig weiter. Besichtigung alter Wassermühlen. Von dort aus wird die Strecke wieder sehr kurvenreich. Manche Kehre/Kurve ist aufgefräst. Vorsicht ist geboten. Unser Tagesziel in Zentralbosnien erreichen wir am späten Nachmittag. Hier nächtigen wir.

4. Tag (ca. 80 km)
Heute gehen wir den Tag relaxt an. Kurzer Abstecher zu einem Franziskanerkloster. Der Fahrtag ist kürzer, am Nachmittag steht Zeit zur freien Verfügung, um in das orientalische Kleinstadtleben einzutauchen. Wir verlassen unsere Unterkunft und biegen in einen namenlosen, fast verkehrsfreien Pass ab.
Ich hoffe, dass die einzige geschotterte Kehre am Pass bis 2018 geteert ist. Wer dieses kurze Stück nicht fahren kann/mag bekommt Hilfe, Teamarbeit ist gefragt.
40 km südöstlich von Sarajevo – eingekesselt von einer klassisch schönen Bergwelt liegt unser nächstes Ziel. In der Altstadt gibt es eine Brücke, deren Fundamente aus der Römerzeit herrühren. Die Brücke wurde 1682 errichtet, im Zweiten Weltkrieg beschädigt und zwischen 2006 und 2009 wieder aufgebaut. Ein schöner Ort mit Restaurants und Cafés, direkt an der Neretva, lassen den Tag gemütlich ausklingen. Einige geheimnisvolle Bogomilensteine (Stecci) befinden sich oberhalb der Altstadt.


5. Tag (ca. 240 km)
Die Reise geht südöstlich von Sarajevo weiter. Über den Berg Igman, wo 1984 die Olymischen Spiele stattfanden, umgehen wir Sarajevo großräumig. Entlang des Nationalparks Sutjeska durchfahren wir zahlreiche Natursteintunnel. Die bisher grüne Mittelgebirgslandschaft verwandelt sich in Gebirgslandschaft.
Bei Foca wandelt sich das Straßenbild, die nächsten 20 km bis zum Grenzübergang nach Montenegro sind anspruchsvoll. Schmale Straße, kurvenreich und teilweise schlechter Belag fordern die Aufmerksamkeit der Teilnehmer. Kaum die Grenze passiert, über eine Holzbrücke gehoppelt, eröffnet sich ein komplett anderes Landschaftsbild. Die Straße wird breit und ist bestens geteert.
Wir nähern uns dem ersten Nationalpark in Montenegro, einem der Höhepunkte dieser Reise. Ein smaragdgrüner See begleitet uns über viele Kilometer, Natursteintunnel reihen sich aneinander. Wir befinden uns in einem Canyon. Einspurig und schmal schlängelt sich die Straße hinauf zur Passhöhe (1911 m). Blumen- und Kräuterwiesen geben uns viele schöne Gerüche mit auf die Reise. Auf diesem Teilstück werden uns die Eindrücke überwältigen, die Kamera hat auf dieser Strecke keine Chance zu ruhen. Für diese ca. 40 km Strecke sollte genug Zeit sein, da sie unbeschreiblich beeindruckend ist. Am frühen Abend erreichen wir unser Hotel, das auf 1400 m liegt. Traditionelles Abendessen im Hotel.


6. Tag (ca. 200 km)
Das Gepäck bleibt heute im Hotel. 30 km von unserem Hotel erreichen wir über eine Pass-Straße die Tarabrücke, mit einer Länge von 350 m und einer Höhe von 150 m. Wer will, kann seinen Kreislauf auf einer fast 900 m langen Zip-Line über den Canyon in Wallung bringen lassen. Als nächstes legen wir einen kleinen Abstecher zum Kloster Dobrilovina ein. Weiter reisen wir entlang des Tara-Canyon. Dieser ist mit einer Tiefe von 1300 m und einer Länge von 78 km der längste Canyon in Europa. Die Tagestour bringt uns über einen namenlosen Pass (ca. 50 km), der fast verkehrsfrei ist, zurück zum Basishotel. Vor uns erstreckt sich der Babin Zub (2277 m).

7. Tag (ca. 180 km)
Wir verlassen unseren Stützpunkt und fahren wieder zwei namenlose wunderschöne Pässe, die ich nur durch Zufälle entdeckt habe. Nach einer Tankpause in Niksic befahren wir für die nächsten rund 100 km eine historische Militärstraße durch eine landschaftlich sehr ansprechende, aber fast unbewohnte Gegend. Wichtig ist, dass Getränke und Proviant an Bord sind. Diese 100 km erfordern viel Aufmerksamkeit, denn die Straße ist sehr schmal und kurvenreich. Unser Hotel liegt in idyllischer Nationalparklandschaft.

8. Tag (ca. 190 km)
Das Gepäck bleibt heute im Hotel. Ich empfehle einen Abstecher in den Nationalpark Skardarsko Jezero. Ein weiteres Highlight auf dieser Reise. Die Tageskilometer sind zwar überschaubar, dennoch ist diese Tour sehr kurvenreich und anspruchsvoll. Wir haben Zeit, um unterwegs einzukehren und die Landschaft auf uns wirken zulassen. Albanien ist nur wenige Kilometer entfernt.
Es besteht die Möglichkeit, einen kleinen Bootsausflug in den Nationalpark zu machen. Über einen Namenlos-Pass fahren wir, mit vielen neuen Eindrücken, zurück zum Basishotel.
Wer möchte, kann auch einen Ruhetag einlegen – aber: Wer an diesem Tag relaxt, der verpasst einen ganz besonderen Fahrtag!


9. Tag (ca. 95 km)
Über 400 Treppenstufen, die teils übertunnelt sind, erreichen wir das Njegos-Mausoleum (1749 m). Die Mühe lohnt, man hat eine fantastische Fernsicht über die montenegrinischen Gebirgsketten. Etliche Kurven und Kehren führen uns zur Kotor-Cetinje-Road, 26 steile Spitzkehren schrauben sich den Berg hinunter nach Kotor. Wir haben einen sensationellen Blick auf die Bucht von Kotor, dem einzigen Fjord in Südosteuropa. Die Bucht ist von 30 km langen, sehr hohen und steilen Bergflanken gesäumt. Anhalten – die Eindrücke aufsaugen – es ist einfach nur schön dort. Die innere Bucht von Kotor ist UNESCO Welt-Kultur- und -Naturerbe. Kotor-Cetinje-Road wurde einst von Österreichern gebaut und wird in der Liste "Most Dangerous Roads of the Word" geführt.
Am frühen Nachmittag nutzen wir das Taxi und fahren in die Altstadt von Kotor. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung. Unzählige Cafès und Restaurants laden in der Altstadt zum Verweilen ein.

10. Tag (ca. 275 km)
Wehmütig werden wir heute Kotor und Montenegro verlassen. Dieses Land hat uns mit unendlich vielen Eindrücken und gigantischer Landschaft überzeugt. Freuen werden wir uns über das schnellere Fortkommen auf dieser Tagesetappe, da die Straßen wieder breiter werden. Wir fahren Richtung Norden entlang der Adriaküste. In Lepetane nutzen wir die Fähre zur Überfahrt durch die Bucht von Kotor.
Der Anstieg beginnt auf gut ausgebauter Straße zum Orjengebirge. Dovidjenja Montenegro – Aufwiedersehen Montenegro – ein letzter Blick fällt in die Bucht.
Bei Ilijino Brdo verlassen wir das Land und reisen nach Bosnien-Herzegowina ein. Mittagspause in Trebinje. Wir fahren hinauf zum Nachbau des Kosovo-Klosters Gracanica. Der Gasthof am Kloster mit schönem Freisitz lässt einen Ausblick über die Altstadt zu. Zügig fahren wir nach Mostar, wo uns am frühen Abend ein Taxi in die Altstadt (Weltkulturerbe) bringt und wir das orientalische Flair genießen. Buntes Treiben auf den Altstadtpfaden, munteres Basartreiben, süße und orientalische Düfte, die alte Brücke Stari Most, Moscheen und das Rufen des Muezzin, versetzen uns in eine orientalisch-exotische Stimmung.

11. Tag (ca. 290 km)
Mostar verlassen wir Richtung Nordwest entlang des Neretva-Canyon. Die Tagesetappe führt uns in die Nähe von Banja Luka. Teilweise sind die Straßen mehrere Kilometer aufgeraut. Pass-Straßen und Landschaft, üppig bewaldet mit Mittelgebirgscharakter, lassen einen harmonischen Fahrtag zu.

12. Tag (ca. 330 km)
Die Heimreise beginnt. Am Vormittag verlassen wir Bosnien-Herzegowina. Über Kroatien reisen wir am Nachmittag nach Slowenien ein. Rückblick und gemütlicher Ausklang am Abend.

13. Tag (ca. 500 km)
Tourenende – Verabschiedung nach dem Frühstück. Wer die Reise langsam ausklingen lassen möchte, den nehme ich gerne über eine Mischung aus Landstraße und Autobahn bis München mit. Wird eine Unterkunft in München/Umgebung benötigt, gebe ich auf Wunsch Adressen bekannt.

Inbegriffen sind:
• 12 Übernachtungen, EZ oder DZ mit Frühstück
   in landestypischen vorwiegend modernen Hotels, WLAN ist vorhanden.
• 5 x landestypisches Essen (in Montenegro), excl. Getränke
• Eintritt Nationalpark Lovcen
• Eintritt Njegos-Mausoleum
• Fähre Lepetane (Boka Kotorska)
• Taxi in Mostar (Hin-/Rückfahrt zum Hotel)
• Taxi in Kotor (Hin-/Rückfahrt zum Hotel)
• Parkgebühren Vrelo Bune
• 2 x Vignette Österreich
• 1 x Vignette Slowenien
• Reisesicherungsschein
• Tourguide und zweite Begleitperson für alle Fälle

Nicht inbegriffen sind:
• Anreise bis München
• Benzin (ca. 1,20 €/Lt. Montenegro, ca. 0,90 €/Lt. Bosnien),
   Stand 2017
• Getränke und Speisen (Montenegro hat unser Preisniveau,
   in Bosnien ist das Essen günstiger als bei uns)
• Eintritt für zusätzliche Besichtigungen,
   Bootsfahrt Nationalpark Skardarsko Jezero, falls gewünscht
• Private Ausgaben
• Tunnelgebühren (Rückfahrt, falls benötigt)

Preise:
Fahrer/in Ü/F im Einzelzimmer      1590,– €
Fahrer/in Ü/F im Doppelzimmer    1290,– €
Sozius/Sozia im Doppelzimmer        950,– €

Ziele der Reise sehen Sie in der Bildergalerie.

Weitere Informationen gerne telefonisch oder per Mail!